Unser Training

Vom Kopf in den Fuß gespielt!

COGNIGOALS bietet jüngeren Fußballtalenten die Grundlagen für den Erwerb eines breiten Spektrums an koordinativen und wahrnehmungsbezogenen Fähigkeiten, während etablierte Fußballspieler immanente polyvalente Kompetenzen erwerben.

Trainingsziele für den entscheidenden Vorteil

Beidfüßigkeit

Bahnbrechende, systematische Lernmethode zur Schulung und Förderung von Beidfüßigkeit.

Kreativität

Erhöhte kognitive Kapazität und motorische Variabilität für kreatives Handeln auf dem Spielfeld.

Intuition

Größere Vielfalt und Verfügbarkeit von motorischem Output machen den Spieler im Spiel unberechenbarer.

Spielintelligenz

Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten führt zu mehr kognitiven Ressourcen, die für spielintelligente Aktionen genutzt werden können.

Lerngeschwindigkeit

Hohe Lerngeschwindigkeit durch neuartiges Übungsdesign mit Beidfüßigkeit als Booster.

Handlungsgeschwindigkeit

Höhere Handlungsgeschwindigkeit durch Steigerung der exekutiven Funktionen.

Progressives Lernen

Progressive Lernprozesse vom Einsteiger zum Experten.

Polyvalenz

Systematische Entwicklung von „Hybridspielern“ (Spielern, die auf mehreren Positionen auf höchstem Niveau eingesetzt werden können).

Kognitives Training

Einleitung
Beidfüßigkeit
Spielintelligenz
Kreativität

Gut zu wissen...

Das Feld von kognitiven Trainingsmethoden im Sport ist vielfältig. Unter dem Begriff werden sowohl perzeptuelle-motorische Trainingsmethoden (Antizipationstraining, Augenbewegungstraining, usw.), als auch (sport-)psychologische Trainingsmethoden (Selbstinstruktionstraining, Bewegungsvorstellungstraining usw.) gefasst.

In der Ausbildung der Lizenztrainer spielen diese Methoden jedoch aktuell kaum eine Rolle, weshalb sie auch in der Regel nicht im Training nachhaltig angewendet werden. Jeder Trainer lernt während der Ausbildung zum Fußballtrainer unterschiedliche Komponenten der Leistungsfähigkeit kennen: Kraft-, Konditions- und Schnelligkeitstraining verbessert die Konstitution der Sportler, Taktik- und Techniktraining eröffnet das Herausbilden individueller- und mannschaftlicher Stärken bzw. die Vorbereitung auf die Gegner.

Selbstverständlich gibt es auch eine unendliche Vielzahl an Trainingsformen zur Steigerung der Spielfähigkeit, bei denen in der Kleingruppe mit verschiedenen Vorgaben gespielt wird. Nehmen wir diese Trainingsmethoden des modernen Fußballs zusammen und fügen in der Eliteförderung noch die Arbeit eines Sportpsychologen, z.B. zur emotionalen oder motivationalen Förderung, hinzu, erhalten wir ein vollständiges Bild eines ziemlich gut ausgebildeten Fußballers.

Was macht einen sehr guten Fußballer jedoch zu einem herausragenden Spieler? Es sind ein paar Prozentpünktchen im kognitiven Bereich,  gekoppelt mit einer fluiden Kreativität und einer hohen kognitiven Flexibilität. Meist bringt ein solcher Spieler eine oder mehrere außergewöhnliche Fähigkeiten und Fertigkeiten mit, die ihn exzellent einsetzbar für eine Position auf dem Spielfeld machen: Kreativität, Spielintelligenz und Beidfüßigkeit.

Kreativität

Unter Kreativität verstehen wir das Entwickeln und Verändern von unterschiedlichen Lösungswegen in Spielsituationen.

Die Schulung der Kreativität wird häufig mit angeleitetem Spiel (sogenanntem Straßenfußball) empfohlen, bei dem die Spieler keine Vorgaben bekommen und so Lösungen im Spiel kreieren sollen. Diese variable und spielnahe Vermittlung der Kreativität ist durchaus als zielführend einzustufen, jedoch hat sie auch einen logischen Haken. Betrachten wir einen Spieler in einer zu lösenden Spielsituation, z.B. einem Zweikampf: die Spielsituation besteht aus verschieden Reizen (Gegner, Mitspieler, Ballposition usw.), die der Sportler wahrnimmt und eine entsprechende Lösung kreiert. Hierbei greift er auf Erfahrungswerte aus vergangenen Situationen und seinem eigenen Bewegungsrepertoire zurück. Die Annahme, dass freies Spiel Kreativität in hohem Maß fördert, ohne dabei die Vergangenheit des Sportlers zu berücksichtigen, kann somit fragwürdig eingestuft werden.

Hierbei möchten wir speziell auf den Rückgriff auf das Bewegungsrepertoire eingehen. Es handelt sich zum einen um die zur Verfügung stehenden Techniken (mit einem oder beiden Füßen), zum anderen aber auch um die Ausführungsmöglichkeiten dieser Techniken. Diese Ausführungsmöglichkeiten sind bei der Kreativität entscheidend. Hat ein Spieler Bewegungsmuster miteinander gekoppelt (häufig spricht man von "automatisiert"), kann er diese in Spielsituationen auch nur innerhalb dieser Muster abrufen. Er kann diese nicht ohne hohen kognitiven Aufwand in kürzester Zeit stoppen (entkoppeln) oder abändern.

Um in freien Spielformen im Training wirkliche Kreativität entwickeln zu können, müssen also zunächst vorhandene Bewegungsmuster entkoppelt werden, so dass die Bewegungsbausteine einzeln während der Bewegungsausführung schnell miteinander gekoppelt werden können.
Allerdings ist mit dieser Entkopplung nicht gemeint, dass erfolgreiche Bewegungsmuster und Automatismen nicht beibehalten und gefördert werden sollten. Ganz im Gegenteil: Erfolgreiche Bewegungsmuster, die trotz intensiver Vorbereitung des Gegners nicht gestoppt werden können, sollten ausgebaut werden. Dies hat allerdings nichts mit der kreativen Schulung der Spieler zu tun.

Spielintelligenz

Ein ebenfalls wichtiger Baustein für vielseitige (polyvalente) Spieler ist die Spielintelligenz. Unter Spielintelligenz verstehen wir das zielgerichtete Ableiten von Handlungen aus Spielsituationen zum zweckdienlichen (mannschaftlichen) Handeln.

Damit grenzt sich die Spielintelligenz entscheidend von der Kreativität ab, indem die Spielsituationen in einen größeren Zusammenhang gebracht werden. Hierfür erfordert es vom Spieler sowohl die Wahrnehmung der gesamten Spielsituation als auch die interne (kognitive) Vorwegnahme / Simulation der künftigen Veränderungen auf dem Spielfeld.

Diese perzeptuell-kognitive Perspektive auf das Konstrukt der Spielintelligenz ermöglicht auch die Betrachtung des Nadelöhrs. Nur wenn ein Spieler über genügend kognitive Kapazität zur Wahrnehmung der aktuellen und Simulation der künftigen Spielsituation verfügt, kann er regelmäßig intelligente Entscheidungen treffen. Allerdings ist die Erweiterung dieser Kapazität nicht trivial, da nicht nur kognitive Prozesse auf das sogenannte Arbeitsgedächtnis zurückgreifen, sondern auch motorische Planungs-, Umplanungs- und Exekutionsprozesse das Arbeitsgedächtnis belasten.

Selbstverständlich können in Spielsituationen motorische Prozesse nicht ausgeblendet werden, weshalb die kognitiven Komponenten des Planens und Umplanens der Bewegungsmuster möglichst ohne großen kognitiven Aufwand abgerufen bzw. ausgeführt werden sollten. Die freiwerdende kognitive Kapazität kann durch die optimierte Ressourcennutzung für die Entscheidungsfindung in den Spielsituationen genutzt werden. Ein sinnvolles Training der Kognition sollte demnach immer Planung und Umplanung von Bewegungshandlungen, sowie weitere, möglichst progressiv gestaltete, Zusatzbelastung des Arbeitsgedächtnisses beinhalten.

Beidfüßigkeit

Um Spielsituationen zu jeder Zeit optimal lösen zu können und dies auf unterschiedlichen Positionen auf dem Spielfeld, ist ein wesentlicher Baustein der selbstverständliche Einsatz von beiden Füßen.

Profis weisen ähnliche Fähigkeiten mit beiden Füßen auf. Erstaunlich ist allerdings, dass sie trotzdem nicht den nicht-dominaten Fuß häufiger im Spiel einsetzen. Besonders in Drucksituationen wird nur im Notfall auf den besser platzierten nicht-dominanten Fuß zurückgegriffen. Aus der Trainingshistorie betrachtet, ist dies nicht verwunderlich - wird doch die Beidfüßigkeit mit hohen Wiederholungszahlen bei Übungen mit dem nicht-dominanten Fuß oder durch Vorgaben bei Spielformen zur Verwendung beider Füße geschult. Auch wenn das Gefühl zur Kontrolle des Balls und des Timings der Handlungen durch die Wiederholungen immer besser wird, fühlt sich die nicht-dominante Seite immer etwas schlechter an. Außerdem ist die Fehlerquote ebenfalls spürbar höher, was auch durch das Anwenden in Spielformen nicht genommen wird.

Der Spieler befindet sich also zwangsläufig außerhalb seiner Komfortzone (auch wenn dies technisch evtl. von außen kaum ersichtbar ist), die sich durch jahrelanges Training mit dem dominanten Fuß entwickelt hat. Die Folge ist, dass auf dem Spielfeld nicht beide Füße entsprechend der Situation gleichwertig eingesetzt werden. Um eine gefühlte Beidfüßigkeit herzustellen oder um erstmals die Beidfüßigkeit zu schulen, kann es also als sinnvoll erachtet werden, den nicht-dominaten Fuß in einer Komfortzone zu schulen, die dennoch systematisch im Lernprozess im Schwierigkeitsgrad erhöht wird. Genau dieses Prinzip machen sich der COGNIGOALS Football Coach L1 und der COGNIGOALS Player Course L1 Kurs zu eigen.

Auf geht's zu unseren Kursen!

Wir bieten ein einzigartiges, kognitives Bewegungstraining, das, in Ergänzung zum regulären Fußballtraining, Spieler zu Unterschiedsspielern macht!